Was ESD-Messgeräte heute leisten müssen
29.9.2026
ESD-Schutz ist in vielen Unternehmen ein fester Bestandteil der Qualitätssicherung. Überall dort, wo elektrostatisch gefährdete Bauteile verarbeitet, montiert oder geprüft werden, müssen Schutzmaßnahmen nicht nur eingerichtet, sondern auch regelmäßig überprüft und dokumentiert werden. Dabei steigen auch die Anforderungen an die eingesetzte Messtechnik. Denn die entscheidende Frage lautet heute nicht mehr nur „Welchen Messwert erhalte ich?“
Sondern zunehmend auch: „Wie wurde gemessen, was wurde geprüft und wie kann ich das Ergebnis später eindeutig nachvollziehen?“
Moderne ESD-Messtechnik muss deshalb mehr leisten als die reine Erfassung eines Messwertes.
Wer regelmäßig innerhalb einer ESD-Schutzzone (EPA) prüft, kennt die Vielzahl unterschiedlicher Messaufgaben. Arbeitsflächen, Fußböden, Regale, Transportwagen, Behälter, Bekleidung oder andere ESD-Schutzelemente müssen abhängig von ihrer Funktion mit den entsprechenden Messverfahren überprüft werden. Hinzu kommen beispielsweise Messungen elektrostatischer Felder oder Walking Tests. Für QS-Verantwortliche, ESD-Koordinatoren und Techniker bedeutet das: Unterschiedliche Messaufgaben, Messparameter, Elektroden und Prüfabläufe müssen sicher beherrscht werden. Das Messgerät ist dabei ein zentraler Bestandteil des gesamten Prüfprozesses.
Zuverlässige Messwerte bilden weiterhin die Grundlage jeder ESD-Prüfung. Gleichzeitig sollte professionelle Messtechnik den Anwender im täglichen Einsatz möglichst wenig ausbremsen. Messparameter müssen schnell auswählbar, Messwerte eindeutig ablesbar und unterschiedliche Messaufgaben unkompliziert durchführbar sein. Gerade bei umfangreichen Prüfungen innerhalb einer EPA wird deutlich, wie wichtig eine intuitive Bedienung ist.
Professionelle Messtechnik sollte Präzision und einfache Bedienbarkeit miteinander verbinden.

Ein einzelner Messwert besitzt nur begrenzte Aussagekraft, wenn später nicht mehr nachvollzogen werden kann, unter welchen Bedingungen er entstanden ist.
Moderne ESD-Messtechnik sollte deshalb die Möglichkeit bieten, Messwerte direkt mit den relevanten Informationen zu verknüpfen. Das reduziert nachträgliche Dokumentationsarbeit und verbessert gleichzeitig die Nachvollziehbarkeit der Prüfung.

Viele ESD-Prüfungen sind keine einmaligen Aufgaben. Arbeitsplätze, Böden, Regale, Transportmittel oder weitere Elemente einer EPA werden regelmäßig erneut überprüft. In der Praxis entsteht dadurch schnell eine große Anzahl wiederkehrender Messungen. Hier liegt erhebliches Potenzial für digitale Messtechnik. Sind Assets eindeutig hinterlegt und die zugehörigen Messvorgaben definiert, kann der Anwender bei einer Wiederholungsprüfung strukturiert durch den Prüfablauf geführt werden.
Statt bei jeder Prüfung erneut festzulegen, was und wie gemessen werden muss, steht ein reproduzierbarer Prüfprozess zur Verfügung. Das erleichtert nicht nur den Arbeitsalltag, sondern unterstützt auch eine gleichbleibende Qualität der Prüfungen.
In vielen Unternehmen endet die Arbeit nicht mit der Messung. Ergebnisse müssen übertragen, Messstellen zugeordnet, Tabellen gepflegt und Prüfberichte erstellt werden. Werden Messung und Dokumentation dabei getrennt voneinander durchgeführt, entstehen zusätzliche Arbeitsschritte und potenzielle Übertragungsfehler. Moderne ESD-Messtechnik kann diesen Prozess deutlich vereinfachen.
Wenn Messwerte bereits während der Prüfung digital erfasst und den entsprechenden Messpunkten oder Assets zugeordnet werden, entsteht die Dokumentation direkt aus dem Prüfprozess heraus.
Messen und Dokumentieren werden zu einem zusammenhängenden Arbeitsablauf.
Für die Qualitätssicherung zählt nicht nur das aktuelle Ergebnis. Gerade bei wiederkehrenden Prüfungen ist es hilfreich, die Entwicklung eines Assets über einen längeren Zeitraum nachvollziehen zu können.
Eine strukturierte Messhistorie schafft Transparenz und erleichtert die Vorbereitung auf interne sowie externe Audits. Damit entwickelt sich das Messgerät vom reinen Prüfmittel zunehmend zu einem Werkzeug für das ESD-Qualitätsmanagement.
In einer EPA müssen unterschiedliche physikalische Größen und Schutzelemente bewertet werden. Entsprechend kommen mehrere Messgeräte und Zubehörkomponenten zum Einsatz.
Eine moderne Lösung sollte deshalb möglichst viele ESD-Messaufgaben innerhalb eines abgestimmten Systems abdecken.
Dazu gehören unter anderem:
Widerstandsmessungen
Messungen elektrostatischer Felder
Walking Tests
Überprüfung von ESD-Bekleidung
Messungen mit unterschiedlichen Elektroden
Charge-Plate-Messungen zur Bewertung von Ionisationssystemen
strukturierte Erfassung und Dokumentation der Messergebnisse
Je besser Hardware, Zubehör und Software zusammenspielen, desto effizienter lässt sich der gesamte Prüfprozess gestalten.
Genau an diesem Punkt setzt eine neue Generation der ESD-Messtechnik an.
Mit sparktrap® EPA SafeAssure® haben wir bei KEINATH Electronic ein Messsystem entwickelt, das klassische ESD-Messtechnik mit digitalen Prüf- und Dokumentationsprozessen verbindet.
Im Mittelpunkt steht ein leistungsfähiges Hochohmmeter als zentrale Messeinheit. Ergänzt wird es durch ein 7-Zoll-Touchdisplay, ein modulares Elektrodenkonzept, eine kabellose Feldmühle sowie Funktionen für unterschiedliche ESD-Prüfaufgaben. Dabei kann der Anwender grundsätzlich zwischen zwei Arbeitsweisen wählen:
Wie sieht es aus, wenn ESD-Messtechnik nicht nur misst, sondern den gesamten Prüfprozess unterstützt? Genau das zeigen wir vom 06. bis 08. Oktober 2026 auf der EFX in Stuttgart.
Besucher können sparktrap® EPA SafeAssure® – das weltweit erste ESD-Multimeter – live erleben und die unterschiedlichen Mess- und Prüfmöglichkeiten direkt kennenlernen.
Unser Team zeigt vor Ort, wie sich klassische Einzelmessungen ebenso wie strukturierte, wiederkehrende Prüfungen mit einem intelligenten Messsystem umsetzen lassen.